Bild: Apartmenthaus Mona, Andermatt, Jürg Zimmermann EINBLICKE – AUSSTELLUNG
Vernissage & Apéro
«PUTZ+FARBE 26»
Ausstellung
13. März bis 10. April 2026
Referierende
Luca Camponovo
Dipl. Arch. ETH BSA SIA
Camponovo Baumgartner, Zürich
Nicolas de Courten
architecte EPFZ FAS SIA
Tania Grace Knuckey
Farbgestalterin
Nicolas de Courten architectes Sàrl, Lausanne
Arno Bruderer
Architekt MSc ETH
Baumberger Stegmeier Architektur, Zürich
Pinar Gönül
Dipl. Architektin TU BS
Jurymitglied
Putz und Farbe prägen Architektur seit Jahrhunderten. Als älteste Baustoffe sind sie fundamentale Elemente unserer Baukultur, in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Die bescheidene Rolle des Putzes ist zugleich seine Qualität. Seine Bestandteile wie Sand, Kalk und Wasser sind überall verfügbar und ihre Zusammensetzung zu einer Putzrezeptur ist so vielfältig wie die Regionen und Kulturen, in denen sie entwickelt und angewendet werden. Jeder Putz ist individuell und von eigenem Charakter ob als reine Putzrezeptur oder im harmonischen Zusammenspiel mit Farbe.
Mit dem «Schweizer Preis für Putz und Farbe» wird die Zusammenarbeit von Fachleuten aus Architektur, Innenarchitektur, Farbgestaltung und Handwerk gefördert, sowie der Einsatz von Putz und Farbe bei qualitativ hochwertigen Bauten gewürdigt. Gerade in einer Zeit, in welcher der energetischen Sanierung eine grosse Bedeutung zukommt und Putz wie Farbe hierbei eine tragende Rolle spielen, soll diesen Baustoffen besondere Beachtung geschenkt werden.
An der Vernissage stellen drei Architekturbüros ihre prämierten Projekte aus der Kategorie «Fassadengestaltung, Innenraumgestaltung und Publikumspreis» vor.
Bild: HGC Handel AG KONKRET – BROWNBAG-LUNCH
«Einfach individuell» Recyclingterrazzo von VIA, HGC
Referierende
Martin Klein
Architekt und Partner, Morger Partner Architekten
Norbert Kummermehr
Geschäftsleiter, VIA GmbH
Die Frage, wie Abbruchmaterial weiterverwendet werden kann, stellt ein zentrales Thema im heutigen Diskurs in der Baubranche dar.
Bauschutt als Zuschlagsmaterial von Terrazzobodenbelägen zu verwenden, hat sich HGC zur Aufgabe gemacht. Mit dem Recyclingterrazzo von VIA werden diverse Materialien aus dem Rückbau wie Glas, Dachziegel und Backsteine zu individuellen Böden verarbeitet. Auch lokale Gesteinszuschläge aus Flusskiesel können zum Einsatz kommen. Das verwendete Bindemittel ist zement- und epoxidharzfrei, was das Material wiederum recyclebar macht. Es zeichnet sich zudem durch seine einfache Verarbeitung aus, welche es einer grossen Anzahl an Unternehmern erlaubt, den Terrazzobelag einzubauen. Am Anlass führt Norbert Kummermehr durch die einzelnen Arbeitsschritte und gibt einen Überblick über die vielseitigen Gestaltungsmöglichkeiten.
Beim Haus der Werte in Basel verbindet ein Terrazzo mit goldgelbem Marmorsplit die Räumlichkeiten und sorgt für eine durchgehend warme Atmosphäre. Martin Klein stellt das ambitionierte Projekt vor, welches Veranstaltungsinfrastruktur mit Wohnraum vereint, und erläutert die Absichten hinter der Materialwahl.
Eine grosse Bandbreite an Mustern mit unterschiedlichsten Zuschlägen, Schleifgraden und Oberflächenbehandlungen stehen zum Ansehen und Anfassen bereit.
letzte Änderung: 11.03.2026
